25.05.2026 · Business Insights, KSA, Healthcare construction, BIM, Projekte, Technologien, Themen und Projekte

Spitalneubau der Zukunft: durchgängig digital

Der Neubau des Kantonsspitals Aarau zählt zu den derzeit grössten Spitalneubauprojekten der Schweiz. Damit ein Projekt dieser Grössenordnung termingerecht und in höchster Qualität umgesetzt werden kann, braucht es von Anfang an eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Video zeigt: So gelingt das Implenia als Totalunternehmer auf der Basis von BIM gemeinsam mit dem Bauherrn, Architekten, Planern und Bauunternehmen.

Spital der Zukunft – durchgängig digital von Planung bis Betrieb

Markus Meier, CEO des Kantonsspital Aarau, hat eine klare Vision: «Wir wollen mit dem Projekt Dreiklang das Spital der Zukunft bauen: vernetzt, digital und mit dem Menschen im Mittelpunkt. Es soll ein Ort sein, wo Patienten behandelt werden und wo sich Innovationen und die Medizin von morgen entwickeln können. Für den Ersatzneubau haben wir einen Partner gesucht, der natürlich die Bauexpertise mitbringt und uns als Totalunternehmer entlasten kann. Das haben wir in dieser Zusammenarbeit gefunden.»

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Neubau «Dreiklang» am Kantonsspital Aarau: Hier soll das Spital der Zukunft entstehen

 

Risiken frühzeitig erkennen

Sandra Malicki, bei Implenia stellvertretende Gesamtprojektleiterin und Planungsleiterin für das Projekt, betont: «Der Bauherr hat beim TU-Modell einen Ansprechpartner mit einer klaren Verantwortlichkeit. Der Prozess sieht vor, dass Risiken frühzeitig aufgedeckt werden und Entscheidungen einfach getroffen werden können.»

Totalunternehmer: technisch und baulich auf hohem Niveau 

«Ein so grosses Projekt wie der Dreiklang braucht als Partner einen Totalunternehmer, der technisch und auch baulich auf ganz hohen Niveau arbeiten kann,», erkärt Claudia Drahotta, Projektleiterin Architektur bei der ARGE PB/WTR und Geschäftsführerin Wörner Traxler Richter. «Mit Implenia haben wir da ein Gegenüber, das uns sowohl auf einer BIM-Planungsebene auf sehr hohen Niveau begleitet hat, und dann auch in der baulichen Umsetzung so ein grosses Projekt stemmen kann.»

BIM für effiziente Zusammenarbeit

Patric Sommer, Senior BIM Manager bei Implenia, erklärt: «Die Grundherausforderung bei so einem grossen, komplexen Projekt ist, dass alle Beteiligten effizient zusammenarbeiten müssen. Die beteiligter Nutzerinnen und Nutzer, Planer, Unternehmen, aber auch der Bauherr: Das sind sehr viele Leute, die alle kollaborieren müssen. Hier spielt die digitale Methodik, BIM (Building Information Modelling), eine sehr grosse Rolle.»

BIM macht komplexe Schnittstellen sichtbar

Den Mehrwert der BIM-Methodik beschreibt er wie folgt: «Man erkennt gerade bei komplexen Bereichen wie in hochinstallierten Medizintechnik Bereichen oder einer Technikzentrale die komplexen Schnittstellen schon sehr früh. Alle arbeiten in einem gemeinsamen digitalen Raum, was dann einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten kann.»

Prozesse mit allen Akteuren frühzeitig optimieren

Sandra Malicki beschreibt, wie das in der Praxis funktioniert: «Wir beziehen die Nutzerinnen und Nutzer frühzeitig ins Projekt ein, indem wir über eine strukturierte Projektorganisation die medizinischen und betrieblichen Anforderungen abfragen. So kann diese frühzeitig in die Planung und hinterher auch in der Realisierung einfliessen. So können wir zusammen mit den Partnerunternehmer Ausführungsvarianten erarbeiten und Prozesse optimieren und erzielen in der Folge auf der Baustelle eine hohe Qualität und auch eine gute Termintreue.» 

Modelle reduzieren Fehlerquote

Urs Baumann, Senior Projektleiter Heizung/Kälte, Hälg & Co. AG, beschreibt seine Erfahrung als Partnerunternehmer beim Projekt: «Aufgrund der Modelle war für uns klar, was gebaut werden musste. Sämtliche Gewerke waren koordiniert und haben uns klar aufgezeigt, was erforderlich ist. Das hat die Fehlerquote massiv reduziert.» 

«BIM erlaubt es allen Beteiligten, effizient zusammenzuarbeiten.» Patric Sommer

Modelle reduzieren Fehlerquoten

 

Und Roland Graf, Partner/Standortleiter Zürich, Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG, ergänzt: «Besonders stolz sind wir bei diesem Projekt darauf, dass unsere Planung direkt vom Unternehmer in die Werkmontageplanung übernommen werden konnte und so einen reibungslosen Ablauf gewährleistet hat.»

Digitaler Zwilling für den Gebäudebetrieb

Patric Sommer betont die Vorteile der BIM-Methodik auch über die Bauphase hinaus: «Mit der digitalen Bauwerksdokumentation – Revisionsdokumente, verknüpft mit Herstellerinformationen und vor allem mit dem BIM-Modell – liefern wir die Grundlage für den digitalen Zwilling für den späteren Gebäudebetrieb des Dreiklangs.»

Basis für zukünftige Weiterentwicklung

Das bestätigt auch Martin Schelshorn, Projektleiter Digitaler Zwilling, Kantonsspital Aarau AG: «Unsere digitalen Gebäudedaten bilden die strukturierte und verlässliche Basis fürs Facility Management, das Planen von Wartungen, das Durchführen von Instandhaltungen, aber auch das zeitnah Beheben von Störungen. Die geschaffene digitale Grundlage hilft uns auch in Zukunft bei der weiteren Entwicklung und Änderung unseres Spitals.»

BIM liefert einen digitalen Zwilling, auch für den Gebäudebetrieb

Gelungen: Wir haben ein Leuchtturmprojekt gebaut 

Der Spitalneubau geht in die Endphase – Anlass für Daniel Hauswirth, Projektleiter Architektur ARGE BP/WTR, Parter Burckhardt Architektur AG, Bilanz zu ziehen: «Wir sind sehr zufrieden mit diesem Vorzeigeprojekt. Wir hatten uns beim Projektstart vorgenommen, ein Leuchtturmprojekt zu bauen, und ich glaube, das ist uns gelungen.»

Ziel erreicht, Vision erfüllt

Auch Claudia Drahotta findet: «Die größte Erfüllung für mich als Architektin ist, wenn zukünftige Nutzer, die jetzt im Projekt schauen, wie es geworden ist, stolz und glücklich rauskommen, weil sie sich wiedergefunden haben, und das, was wir vor sechs Jahren zusammen entwickelt haben, jetzt auch für sie passt, und sie sagen, das ist genau das, was ich wollte.» 

«Wir können alle gemeinsam stolz sein»

Das wichtigste Votum kommt vom Bauherren, KSA CEO Markus Meier: «Ich bin überzeugt, wir können alle gemeinsam stolz sein. Man hat das auch bemerkt bei allen Leuten: Es war nicht nur ein Job, es war Berufung. Man wollte gemeinsam ein modernes Spital bauen. Das ist nicht irgendein kurzes Projekt, sondern das braucht Vertrauen, zu 100%. Man muss sich aufeinander verlassen können. Das haben wir mit Implenia als Partner auch gefunden.»

)) Erfolgreich auf Daten gebaut – das Implenia Team um Patric Sommer (Mitte) freut es

Der KSA-Neubau «Dreiklang» in Kürze

  • Das Gebäudekonzept des neuen Kantonsspitals Aarau setzt auf Funktionalität und auf kurze Wege für das Personal und  Patienten.
  • Auf einer Geschossfläche von rund 110000 Quadratmeter sind künftig 472 stationäre Betten, 130 tagesklinische Plätze und 21 Operationssäle geplant.
  • Der Neubau ist in drei Hauptbereiche gegliedert: Ambulatorien, Funktionsbereiche und Bettenstationen. Trotzdem bilden die Bereiche im Gesamtbau eine Einheit.

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