Wie regulatorische Themen die Immobilienwelt herausfordern

Wie regulatorische Themen die Immobilienwelt herausfordern

Am 31. März 2017 fand in Zürich der zweite Swiss Real Estate Research Congress (SRERC) statt, bei dem sich Wincasa als Sponsor und Partner engagiert. Der Fachkongress ist eine Plattform, um Forschungsarbeiten zu immobilien- und raumrelevanten Fragestellungen zu präsentieren. Alle 18 Arbeiten wurden jeweils von zwei Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft in einem Review in Bezug auf Methodik und Inhalt kommentiert. Die Kongressteilnehmer aus dem universitären und privatwirtschaftlichen (Forschungs-)Umfeld diskutierten im Anschluss offene Fragen und neue Ansätze dazu.

Breite Palette an Immobilien-Themen
Der Kongress wurde von Dr. Marco Salvi von Avenir Suisse eröffnet, der in seinem Referat verschiedene Immobilienthemen – u.a.  Mietregulierung, Lex Koller, Raumplanung und Digitalisierung – aufgriff und eine intelligentere und flexiblere Ausgestaltung der Regulierungen forderte.

Die anschliessend präsentierten Forschungsarbeiten reichten von den Bereichen Mietwohnungsmarkt (günstiger Wohnraum, Wohnen im Alter, Wohnflächenkonsum vs. Wohnflächenbedarf),- über Nachhaltigkeit (Green Buildings zur Risikomilderung) und Immobilienanlagegefässe (Möglichkeiten, Analyse und Performancemessung) bis hin zur Standortentwicklung (Revitalisierung von Strassenzügen und Erfolgsfaktoren von Office Parks).

Wichtigkeit neuer Konzepte für Einkaufszentren und Areale
Dr. Alexandra Bay, Leiterin Research & Strategy bei Wincasa, war als Content Reviewerin am Anlass präsent. Sie stellte die hinsichtlich des Inhalts beurteilte Arbeit „Revitalisierungs- und Transformationsstrategien von innerörtlichen Strassenzügen am Beispiel der Baarer Dorfstrasse“ von Jérôme Vonarburg in den Kontext der Bestimmung von Erscheinungsbild und Branchen-/Angebotsmix bei Einkaufszentren und Arealentwicklungen. Anhand des Beispiels konnte anschaulich aufgezeigt werden, wie Ortsentwicklung, sich verändernde Nutzungsbedürfnisse und Mobilität dazu führen, dass die Eigentümer von Läden und Arealen neue gestalterische Massnahmen und Konzepte berücksichtigen müssen.

Regulierungsaspekte als roter Faden
Das Forschungsspektrum war sehr vielfältig und interessant. Dabei kam das Thema Regulierung während des Tages immer wieder zur Sprache: sei es in der Arbeit zu den Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative, in der Analyse zu Gewinnern der Wohneigentumsförderung oder in der zweiten von Alexandra Bay im Content Review beurteilten Arbeit „Wohnflächenkonsum und Wohnflächenbedarf“ von Prof. Dr. Katia Delbiaggio und Prof. Dr. Gabrielle Wanzenried. Die Arbeit verdeutlicht, dass viele Mieter – v.a.  ältere Personen, Eigentümer von Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen und alleinstehende Menschen – ihren Wohnkonsum subjektiv höher einschätzen als ihren eigentlichen Bedarf. Eine Reduktion des Flächenkonsums ist jedoch oftmals eine Herausforderung, da dies z.B. eine Entwurzelung der Menschen oder einen grossen organisatorischen Aufwand rund um den Umzug und einen allfälligen Verkauf des Eigenheims zur Folge haben kann.

Foto: Clara Tuma

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