Alter hat Zukunft – auch für Immobilienakteure

Alter hat Zukunft – auch für Immobilienakteure

Zum zweiten Mal fand vom 11. 13. November 2016 in Luzern die Messe Zukunft Alter" statt. An die 200 (Mit-)Aussteller und Partner präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen zu den fünf Themenbereichen Bauen/Immobilien/Wohnen im Alter, Finanzen/Vorsorge, Lifestyle/Freizeit/Ferien, Gesundheit/Wohlbefinden und Engagement/Soziales/Institutionen. Die Kombination von Messeständen, Sonderschauen, Podiumsanlässen und Referaten erlaubte es den Besuchern, sich breit zu informieren und zu unterhalten.

Demografischer Wandel als Herausforderung

Mit den Herausforderungen für den Wohnungsmarkt setzte sich der Podiumsanlass Wohnen und Umziehen fürs Alter der Wohnungsmarkt ist nicht vorbereitet" auseinander. Dr. Joëlle Zimmerli leitete das Podium mit den wichtigsten Ergebnissen aus der IFZ-Studie Demographie und Wohnungswirtschaft" (2016) ein. Die Wohnungswirtschaft sei unter anderem auch deshalb nicht auf den demografischen Wandel vorbereitet, weil deren Akteure beispielsweise Immobilieneigentümer, Portfoliomanager, Entwickler oder Vermarkter die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen mit Dienstleistungen in der Nähe bzw. nach Wohnungen in Kombination mit Dienstleistungsvertrag (z.B. betreutes Wohnen) markant überschätzten.

Wohnen mit Services Dienstleistungen für alle

Dr. Alexandra Bay, Leiterin Research & Strategy bei Wincasa, relativierte diese Aussage in ihrem Referat (Publikationssprache Deutsch). Wohnen mit Services fokussiert auf Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit. Nebst betreutem Wohnen in einer Altersresidenz oder in einem Pflegezentrum gibt es heutzutage viele weitere individuelle Angebote für jedes Budget. Unter Wohnen mit Services wird jede Kombination von Wohnraum mit zusätzlichen Dienstleistungen verstanden Dienstleistungen rund um Reinigung, Sicherheit, Notruf-Systeme, Concierge bzw. Pflege und Mahlzeiten. Wincasa spricht deshalb nicht von Alterswohnungen, sondern von alterstauglichen Wohnungen und auch nicht von Services nur für ältere Bewohner, sondern von Services für alle. Die selbstbestimmte und flexible Wahl des Wohnraums und der Services entspricht dem Bedürfnis von Pensionierten. (Pflege-) Dienstleistungen und spezielle Anforderungen an das nahe Umfeld und an die Architektur, die es erlauben, länger in der gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben, stellte Barbara Hedinger, Spitex der Stadt Luzern, vor.

Ältere Personen, die schon länger nicht mehr auf Wohnungssuche waren, interessierten sich speziell für die Vermietungsprozesse. Alexandra Bay betonte die zentrale Rolle von Internet und sozialen Medien bei der heutigen Wohnungssuche. Da bei Erstvermietungen (Neubauten / Gesamtsanierungen) die Vermarktung bis zu zwei Jahre vor Bezug startet, bieten diese umzugswilligen Senioren auch die nötige Zeit für die Entscheidungsfindung bzw. für einen allfälligen Verkauf von Wohneigentum. Was es bei einem Verkauf alles zu berücksichtigen gibt, erklärte Sandra Eitel, Kundenberaterin der Luzerner Kantonalbank.

Das Beispiel der Genossenschaft maettmi50plus" in Mettmenstetten ZH zeigte auf, wie eine Gruppe Gleichgesinnter ihre Wohnform gedanklich und baulich umsetzte. Der Austausch, das Für- und Miteinander in dieser Wohngemeinschaft das Feuer, wie es der Referent Ruedi Werder sagte sind Wünsche von Pensionierten, die es in Zukunft vermehrt zu berücksichtigen gilt.

Für Fragen und weiterführende Informationen steht Ihnen das Research & Strategy Team research@wincasa.ch gerne zur Verfügung.

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