Der Kunde im Mittelpunkt - mit Innovationsgeist und konzeptionellen Überlegungen

Der Kunde im Mittelpunkt  - mit Innovationsgeist und konzeptionellen Überlegungen

Das Retail Forum 2015 vom 05. November  in Zürich stiess auch in diesem Jahr als Fachkongress für die Retail- und Shopping Center Branche auf grossen Anklang und war mit 330 Teilnehmern ausverkauft.

Stephan Klapproth, TV-Moderator und Philosoph, moderierte durch den Tag rund um die aktuelle Marktsituation und Herausforderungen der Branche, sowie der Schweizer Wirtschaft und der Entwicklung rund um den Konsumenten und seine Bedürfnisse. Dabei wurden spannende Parallelen zum Schweizer Tourismus oder der Retail Situation an Flughäfen oder Bahnhöfen gezogen.

Anspruchsvolle Marktsituation fordert Schweizer Tugenden
Thomas Hochreutener, Direktor Handel, GfK Switzerland präsentierte die aktuellsten Zahlen der Branche von Januar bis September 2015. Wie bereits in den letzten 4 Jahren stagniert der Konsum in der Retailbranche auch 2015. Insgesamt gingen die Umsätze um -1.8% leicht zurück, wobei das Minus im Foodbereich wesentlich kleiner ist mit -1.2% als im  Non-Foodbereich mit -3.2%. Der Trend Online Handel wird weiter zunehmen (Index 103%). Spannend dabei ist, dass der Kunde beim Einkauf im Internet für ein Produkt oft mehr bezahlt, als im stationären Handel.
Martin Neff, Chefökonom, Raiffeisen Schweiz, präsentierte die Lage der aktuellen globalen Wirtschaftslage und wiederspiegelte diese laufend mit der Retailbranche in der Schweiz. Stellt der starke Schweizer Franken wirklich ein Problem dar oder geht es vielmehr darum, die Chancen zu sehen und zu nutzen? Stabile Verhältnisse und eine starke Währung machen es möglich, dass wir uns auf die Tugenden, welche die Schweiz schon immer ausgezeichnet haben, konzentrieren können und müssen: Innovationsgeist, Zuverlässigkeit und Qualität.

Aktives Center Management und konzeptionelle Ansätze entscheiden über den langfristigen Erfolg
Im Markt ist eine klare Sättigung spürbar. Verdrängungskampf, Standortkonzentration und damit auch klare Positionierung und Profilierung sind damit relevante Stichworte. Welche Herausforderungen dies für das Vermietungsmanagement von Detailhandelsflächen bedeutet und welche Erfolgsfaktoren es dabei gibt, evaluierte Klaus Striebich, Managing Director Leasing, ECE Projektmanagement GmbH&Co.KG. Dabei zeigte er nachfolgende 5 Punkte auf, die im Vermietungsmanagement stimmen müssen:

1. Die richtige Branche
2. Der richtige Mieter
3. An der richtigen Stelle im Center
4. Auf der richtigen Flächengrösse
5. Zu den richtigen Konditionen

Eine klare Positionierung des Centers, eine deutlich formulierte Strategie und damit konzeptionelle Überlegungen und Analysen werden somit immer wichtiger.

Wie gut kennen wir den Konsumenten? Heute und morgen.
Auf die Suche nach Parallelen und Unterschieden zwischen der Tourismusbranche und der Retailbranche machte sich Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus. Wachstum im Städtetourismus sowie Stagnation und Verdrängung im ländlichen Tourismus werden in der Retailbranche gespiegelt. Sind die heutigen  Öffnungszeiten der Detailhandelsgeschäfte und Shopping Center mit den heutigen Touristen kompatibel? Ein Thema, mit welchem sich die SBB in ihren Bahnhof Shopping Center oder der Flughafen Zürich weniger beschäftigen. Da sind die Diskussionen eher wie man den Kunden auf der Durchreise in das Geschäft kriegt und wie man diese Kunden und deren Bedürfnisse besser kennenlernen kann, wie Markus Streckeisen, Leiter Bewirtschaftung SBB und Patrick Graf, Sr. Vice President Commercial Flughafen Zürich in der Podiumsdiskussion unterstrichen.
Dr. David Bosshard, CEO GDI Gottlieb Duttweiler Institute, veranschaulichte die Zukunft. Die Vorstellung, dass man währenddessen man ein Bild aufhängen will, bemerkt, dass man gar keinen Hammer hat,  diesen dann auf seinem Smartphone bestellt und er innert 10 Minuten mit einer Drohne nach Hause geliefert wird, mag futuristisch erscheinen. Ist aber wohl weniger weit weg,  als wir uns vorstellen können. Digitalisierung, Clouds, Internet of Things, etc. sind Technologien, welche die Zeit schneller verändern, als man es sich vorstellen kann. Die Erfindung des iPhones 2007 sei technologisch ein grösserer Schritt gewesen, als alle anderen Erneuerungen im Detailhandel der letzten 50 Jahre zusammen, sagt Bosshard.

Einhelliger Konsens herrschte nach diesem Tag, dass gestern, heute und morgen der Konsument immer im Zentrum stehen muss. Und das fordert von den Centerbesitzern, den Centerbetreibern und den Retailern vor allem eines: Innovationsgeist und Offenheit für Neues, denn dies zeigen auch die Konsumenten.

Für weitere Auskünfte und bei Fragen steht unser Center Management gerne zur Verfügung.

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